Katzentreppen & Rampen
Auch Katzen geben ihre erhöhten Plätze auf, wenn der Sprung zu weit wird. Treppen an Sofa, Bett oder Fensterbank halten den gewohnten Radius offen.
Auch Katzen geben ihre erhöhten Plätze auf, wenn der Sprung zu weit wird. Treppen an Sofa, Bett oder Fensterbank halten den gewohnten Radius offen.
Anders als Hunde zeigen Katzen Schmerz kaum sichtbar. Der erste Hinweis auf Arthrose ist deshalb selten ein Humpeln, sondern ein verändertes Verhalten: Der Lieblingsplatz auf dem Schrank wird nicht mehr angesteuert, der Sprung aufs Fensterbrett erfolgt in zwei Etappen, oder die Katze zögert sichtbar vor dem Absprung. Erhöhte Plätze sind für Katzen kein Luxus — sie sind Rückzug und Übersicht.
Katzen kommen mit Zwischenstationen meist besser zurecht als mit einer durchgehenden Rampe. Ein Hocker vor dem Sessel, ein Regalbrett auf halber Höhe, eine Kiste vor dem Fensterbrett — oft reicht das schon. Der Abstand zwischen zwei Ebenen sollte 25 bis 30 cm nicht überschreiten; bei deutlich eingeschränkten Katzen eher 20 cm.
Eine Katze, die einmal auf einer wackelnden Stufe steht, nutzt sie nie wieder — und sie probiert es auch nicht ein zweites Mal aus, um sicher zu gehen. Jede Stufe muss fest stehen und rutschfest belegt sein. Teppich oder Sisal geben deutlich mehr Halt als lackiertes Holz.
Es genügt nicht, den Aufstieg zu lösen. Prüfe auch, wie die Katze wieder herunterkommt — der Abstieg ist die schwierigere Richtung und der Moment, in dem gesprungen wird. Und denk an Katzentoilette und Napf: Ein hoher Einstieg an der Toilette ist bei steifen Gelenken ein häufiger Grund für Unsauberkeit.
Sie meidet gewohnte hohe Plätze, teilt den Sprung in Etappen, zögert vor dem Absprung oder landet auffällig hart. Auch Unsauberkeit kann daran liegen, dass der Einstieg in die Toilette zu hoch geworden ist.
Meist Treppe oder Zwischenstufen. Katzen sind Kletterer, keine Läufer — eine durchgehende Rampe entspricht ihrer Bewegung weniger. Bei stark eingeschränkten Katzen kann eine flache Rampe trotzdem sinnvoll sein.
25–30 cm für die meisten Katzen, 20 cm bei deutlichen Einschränkungen. Beobachte, wie hoch deine Katze aktuell noch mühelos springt, und bleib darunter.
Meist wackelt etwas oder der Belag ist zu glatt. Ein einziges Abrutschen genügt, damit eine Katze den Weg dauerhaft meidet. Prüf Standfestigkeit und Belag, bevor du etwas anderes kaufst.
Ja, das ist oft die beste Lösung — ein Hocker, eine stabile Kiste, ein Regalbrett. Wichtig ist nur, dass nichts verrutscht und die Abstände gleichmäßig sind.
Ein niedriger Einstieg ist bei älteren Katzen wichtiger als jede andere Anschaffung. Bis etwa 10 cm Einstiegshöhe kommen die meisten steifen Katzen noch gut hinein.
Teppich und Sisal. Lackiertes Holz und Kunststoff sind zu glatt, besonders wenn die Katze im Sprung landet statt zu steigen.
Gar nicht erzwingen. Stell die Stufen auf und leg oben etwas Interessantes hin — Futter oder den Lieblingsplatz. Katzen erschließen sich neue Wege selbst, wenn sie sicher wirken.
Bei Arthrose in der Regel ja, und der Bedarf nimmt eher zu. Plane die Wege so, dass sie sich später um weitere Zwischenstufen ergänzen lassen.
Wenn das Sprungverhalten sich verändert, deine Katze weniger hochgeht oder unsauber wird. Arthrose ist bei Katzen häufig und wird oft spät erkannt, weil sie sie kaum zeigen.