Wärmekissen & Heizmatten
Steife Gelenke sind nach einer kühlen Nacht am schlimmsten. Eine warme Liegefläche kann den Start in den Morgen erleichtern.
Steife Gelenke sind nach einer kühlen Nacht am schlimmsten. Eine warme Liegefläche kann den Start in den Morgen erleichtern.
Ältere Hunde und Katzen bewegen sich weniger, produzieren dadurch weniger Körperwärme und kühlen schneller aus. Dazu kommt weniger Unterhautfett und oft dünneres Fell. Eine gleichmäßig warme Liegefläche sorgt dafür, dass die Muskulatur entspannt bleibt — und eine entspannte Muskulatur macht das Aufstehen nach der Ruhephase leichter.
Selbstwärmende Matten reflektieren die Körperwärme über eine metallisierte Schicht. Sie brauchen keinen Strom, funktionieren aber nur, wenn das Tier lange genug liegt. Elektrische Heizmatten liefern konstante Wärme und sind bei sehr alten oder kranken Tieren die zuverlässigere Wahl — sie gehören ausschließlich unter Aufsicht und mit Thermostat betrieben. Körnerkissen sind die einfachste Lösung, geben ihre Wärme aber nach ein bis zwei Stunden ab.
Jede Wärmequelle muss so liegen, dass das Tier sie jederzeit verlassen kann — ein Liegeplatz, der komplett beheizt ist, lässt keine Wahl. Faustregel: höchstens die Hälfte der Fläche wärmen. Bei elektrischen Geräten auf ein bissfestes Kabel und eine Abschaltautomatik achten, und sie niemals bei Tieren einsetzen, die sich nicht selbstständig wegbewegen können.
Bei akuter Entzündung, frischer Verletzung oder Schwellung ist Wärme nicht angezeigt. Wenn du unsicher bist, warum dein Tier Schmerzen zeigt, klär das zuerst in der Tierarztpraxis — Wärme macht es angenehmer, beseitigt aber keine Ursache.
Selbstwärmend für Tiere, die ohnehin viel liegen und noch gut Wärme halten. Elektrisch bei sehr alten, sehr dünnen oder kranken Tieren, die aus eigener Kraft kaum Wärme produzieren.
Körpernahe Temperatur, also etwa 35–38 Grad. Deutlich wärmer wird unangenehm und trocknet die Haut aus. Gute Matten regeln das selbst; prüf die Temperatur trotzdem mit der Handfläche.
Nur wenn er ausweichen kann. Wärme immer bloß einen Teil der Liegefläche, damit er sich selbst reguliert. Bei elektrischen Geräten ohne Abschaltautomatik gehört die Nacht nicht dazu.
Ja, Katzen suchen Wärme sogar aktiver als Hunde. Achte besonders auf ein geschütztes Kabel — Katzen knabbern eher daran, und der Platz sollte erhöht und ruhig liegen.
Tierheizmatten liegen meist zwischen 10 und 25 Watt. Bei acht Stunden täglich sind das grob 3–7 kWh im Monat — ein Bruchteil einer Heizdecke für Menschen.
Bezug abnehmen und waschen, das Heizelement selbst nie ins Wasser. Selbstwärmende Matten vertragen meist eine Schonwäsche; prüf vorher, ob die reflektierende Schicht dafür freigegeben ist.
Oft ist sie zu warm oder raschelt. Manche Tiere stört auch der Geruch neuer Materialien. Leg sie ein paar Tage unbeheizt an den Schlafplatz, damit sie vertraut wird.
Eine warme Liegefläche hält die Muskulatur entspannt, was das Aufstehen erleichtert. Eine Behandlung ersetzt sie nicht — was bei deinem Tier angezeigt ist, entscheidet die Tierarztpraxis.
Körnerkissen sind gut für den kurzen Einsatz, etwa morgens vor dem Aufstehen. Für die Nacht sind sie ungeeignet, weil sie auskühlen und dann als kalter Fremdkörper im Bett liegen.
Bei akuten Entzündungen, Schwellungen, frischen Verletzungen und Fieber. Auch bei Tieren, die sich nicht selbst wegbewegen können, gehört eine Wärmequelle nur unter Aufsicht in die Nähe.